Tradukitaj Poemoj

 
KANZONO DE L’ MIGNON

Cxu vi konas landon kie citronoj floras,
en profund’ de verdaj brancxoj l’orangxoj oras,
milda vento el la blua cxielo venas ,
mirto silentas kaj lauxro sin alte tenas?
Cxu konas vi?
Tien, vere
volus mi iri kun l’ amat’ tute sincere!

Cxu la domon? Surkolone bazas tegmento.
Brilas salon’, brilas cxambro cxiu momento
kaj marmorbildoj staras kaj min rigarddiras:
Kion al vi, milda infan’, oni okazigas?
Cxu konas vi?
Tien,vere
volus mi iri kun protektant’ tutsincere!

Cxu vi konas la monton kaj la nuba pado?
La mulo sercxas nebule gxian iradon.
Kaverne logxas de l’ drak’ olda nestidaro.
Abismas krutajx’ supersxute de flusmaro.
Cxu konas vi?
Tien, vere
jen la voj’. Oh, patro, lasu nin veni celen

El la germana tradukis Luis Pelayo
 
LIED DER MIGNON

Kennst du das Land wo, die Zitronen blühn,
im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin, dahin
möchte ich mit dir , o mein Geliebter, ziehn!

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
Es glänz der Saal, es schimmert das Gemach,
und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin, dahin
möchte ich mit dir, o mein beschützer, ziehn!

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg.
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut.
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du es wohl?
Dahin, dahin
geht unser Weg. O Vater, lass uns ziehn!

Johan Wolfganng von Goethe,(1749, Frankfurt am Mein.1832, Weimar)

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